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Passionsspiele Oberammergau

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Passionsspiele Oberammergau

Die Passionsspiele von Oberammergau sind ein weltbekanntes Großereignis.
Zu den Spielzeiten liegt das normale Leben brach in Oberammergau.
Das Dorf befindet sich in absolutem Ausnahmezustand und trotzdem geht das "normale Leben" weiter.
Über Generationen hinweg ist man dieser Tradition verpflichtet.
 
Geschichte
Die Geschichte der Oberammergauer Passionsspiele ist untrennbar mit dem Dreißigjährigen Krieg verbunden, in dessem Gefolge die Pest in Oberammergau eingebrochen war.
So hatte 1633 fast jede zweite Familie einen oder mehrere Tote zu beklagen.
In Oberammergau sterben vom Kirchweihfest bis zum 28. Oktober, 84 Personen am "Schwarzen Tod".
Der Taglöhner Kaspar Schisler, der sich in Eschenlohe als Knecht verdingt hatte, brachte die Pest nach Oberammergau. Zu Kirchweih 1632 umging er aus Eschenlohe kommend die Pestwachen, um seine Familie zu sehen.
 
Am Anfang steht ein Gelübde
Auf dem Friedhof gelobten Pestkranke, in jedem zehnten Jahr das Leiden und Sterben des Herrn aufzuführen, sollte der Ort von der Pest befreit werden.
Sie errichteten auf Pfählen und Stangen ein Christussymbol.
 
Jahr 1634
Am Pfingstfest lösten die Oberammergauer ihr Versprechen ein.
Sie führten auf einer Bühne, die sie auf dem Friedhof über den frischen Gräbern der Pesttoten aufschlugen, erstmals das "Spiel vom Leiden, Sterben und Auferstehen unseres Herrn Jesus Christus" auf.
Seit dieser ersten Aufführung wurde der Ort Oberammergau von der Pest verschont, und es erkrankte kein einziger Einwohner mehr daran.
 
Die Passion
In einer Vorführung erlebt man quasi die Leidensgeschichte Jesu Christi selber hautnah mit. Ungemein starke Emotionen durch beeindruckende Massenszenen werden den Zuschauer noch lange nach der Aufführung begleiten - vermutlich ein Leben lang.
 
Das Spiel vom Leiden und Sterben Jesu Christi ist aber auch ein gigantisches Unternehmen, das dem Ort neben dem künstlerischen Erfolg alle zehn Jahre eine logistische Meisterleistung abverlangt.
Hierzu verschiedene Zahlen im Zusammenhang mit der Passion:

  • Einwohner: rund 5000
  • Mitwirkende: etwa 2500
  • Aufführungen: 102
  • Dauer: 5 Stunden mit zwischenzeitlicher dreistündiger Pause
  • Zuschauerzahl: pro Aufführung 5000, zusammen gut 500000
  • Investitionen: ca. 33 Millionen Euro
  • Gesamtumsatz aller Teilbereiche: geschätzte 80 Millionen Euro
  • Erlös: geschätzte 25 Millionen Euro
  • Aufführungsrhythmus: alle zehn Jahre zur Dekade, also 2000, 2010 usw., von Mai bis Oktober
  • Ursprung: Pestgelübde aus dem Jahr 1633
  • Erstes Spiel: 1634, im Jahr 2010 war die 41. Auflage
  • Mitspielberechtigt: gebürtige Oberammergauer oder Personen, die seit mindestens 20 Jahre in Oberammergau leben

 
Der Bart und die langen Haare sind echt.
Vom Aschermittwoch des Vorjahres an dürfen sich die Männer des Dorfes weder rasieren, noch die Haare schneiden lassen.
Selbst die Tiere, welche bei verschiedenen Szenen mitspielen, müssen aus Oberammergau sein.
Wer in welcher Rolle mitspielen darf, wird von einem Gremium in einer nichtöffentlichen Sitzung bestimmt, welches aus den Gemeinderatsmitgliedern, 6 ausgelosten Spielern und dem Spielleiter besteht. Das Ergebnis wird 1 Jahr vor Spielbeginn rituell auf einer Schiefertafel vor dem Passionstheater bekanntgegeben.
 
Das Passionshaus
Das monumental-pathetische Gebäude wurde 1928 erbaut. Die Steinbühne stammt aus dem Jahr 1930.
Immer wieder gab es Um- bzw. Neubauten, bis das Passionshaus ab 1997 zwei Jahre lang komplett saniert wurde.
Nun bietet das renovierte Theater in der Zuschauerhalle mit 6 hohen Torbögen, dem Publikum aus der ganzen Welt 4720 vollständig überdachte Sitzplätze. Diese garantieren höchsten Komfort und absolute Sicherheit.
Ausserdem besitzt das Passionshaus nun ein 2,75 Millionen Euro teures fahrbares Dach, welches auch die Darsteller vom Wetter schützt.
In den Zwischenjahren ohne Passionsspiele wird das Passionstheater auch für kulturelle Großveranstaltungen genutzt.
 
Weitere Info:
www.passionsspiele2010.de
www.ammergauer-alpen.de
www.gemeinde-oberammergau.de
www.passionstheater.de

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