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Heinrich Bickel

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Heinrich Bickel war ein Handwerker und Maler, der so viele Zeugnisse seiner Kunst im In- und Ausland hinterlassen hat.
Er bemalte Häuser, Wirtsstuben und Mobiliar, sicher und gekonnt.
Man kann ihn vergleichen mit den großen Illusionsmalern der Barockzeit.
 
Heinrich Bickel wurde am 27. Januar 1897 in Pappenheim an der Altmühl geboren und erlernte den Beruf des Dekorationsmalers, den auch bereits sein Vater ausübte.
Die Familie Bickel kam im Jahr 1913 nach Garmisch-Partenkirchen.
Beim Ausbruch des ersten Weltkriegs im Jahre 1914 meldete sich Heinrich Bickel 17jährig freiwillig an die Front.
 
Nach seiner Heimkehr erwachte Bickels Interesse an der Freskomalerei.
Auf Reisen durch Italien und Spanien eignete er sich die spezielle Technik der Freskenmalerei an.
Seine Karriere begann eher zufällig. Ein Auftrag einer Heiligenszene in Garmisch an einem alten Bauernhaus, begeisterte die Menschen und begründete Heinrich Bickels Ruhm, wie die "alten Lüftlmaler des Barock" malen zu können.
Heinrich Bickel arbeitete als Fresko- und Häusermaler über 40 Jahre lang.
Nur wenige Maler schafften es, so phantasievolle, lebendig wirkende Gemälde zu zaubern. Seine Bilder erzählen Szenen vom einfachen, glücklichen Leben, vom Dorfalltag, von Bräuchen, von der Arbeit der Jäger und Hirten. Er hielt die Menschen fest, wie sie sich sehen wollten. Häufig enthalten die Malereien Hinweise auf das Gewerbe des Hausbesitzers oder zeigen Motive aus dem Leben der Bauern.
 
Ihren Ursprung hat die Lüftlmalerei in der italienischen Monumentalkunst der Renaissance und des Barock.
Neue Techniken wurden entwickelt und machten es den Malern möglich, den dreidimensionalen Raum täuschend echt auf die zweidimensionale Welt der Fläche zu übertragen.
Es wurde mit der klassischen Freskotechnik gearbeitet. Auf frischem Kalkmörtelputz wurde die Farbe aufgetragen. So wird nur die Wandfläche verputzt, die vom Freskant an einem Tag bemalt werden kann. Ist die Farbe erst einmal getrocknet, sind nachträgliche Verbesserungen nicht mehr möglich. Dadurch ist das Gemälde extrem widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse.
 
In Garmisch-Partenkirchen tragen viele Malereien die Unterschrift Heinrich Bickels.
Der Gasthof Fraundorfer in der Ludwigstraße zeigt eine traditionelle Bauernhochzeit.
In der Römerstraße, Ballengasse, am Brunnhäuslweg und in der St. Antonstraße hat Bickel ebenfalls seine Spuren hinterlassen.
Das Aussenfresko an der Hausfassade des Bräustüberl zeigt zechende Bergbauern im Wirtshaus. Die wuchtigen, oft derben Charakterköpfe sind auf dem Aussenenfresko sehr gut getroffen. Auch im Innern des Bräustüberls findet man zahlreiche eindrucksvolle Malereien von Alltagsszenen.
 
Vermutlich stammt der Name Lüftl-Malerei vom Künstler Josef Lüftl, der die ersten Malereien dieser Art geschaffen hat.
Einige führen diesen Beinamen vorwiegend auf die Tätigkeit der Maler zurück - "in luftiger Höhe" zu arbeiten.
Es hält sich auch die Meinung, dass das Haus zum Lüftl in Oberammergau den Namen geprägt hat.
 
Viel Erinnerungen an Heinrich Bickel bis zu seinem Tod am 2. Februar 1965 (ererbtes Nierenleiden) gibt es eigentlich nicht - man erinnert sich nur daran, wie besessen er gearbeitet hat. Er war ein unermüdlicher und selbstloser Mensch, der sich aus materiellen Dingen nicht viel machte.
Sein Lehrling und liebstes Modell, der Martin Resch, erinnert sich in einem Film von Ludwig Ott 1991: "Wenn der Moasta losgelegt hat, gab es kein Pardon. Man hat mithalten müssen, ob man wollte oder nicht, bis spät in die Nacht hinein."
 
Das Land zwischen Isar und Ammer kann zurecht als Zentrum der Lüftlmalerei in Oberbayern bezeichnet werden.
Heute sorgen Gerhard Ester in Garmisch und Sebastian Pfeiffer in Mittenwald dafür, dass diese besondere Art von Malerei nicht in Vergessenheit gerät.

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