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Fasching-Fosanacht-Maschkera

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Fosanacht

Faschings-, Fastnacht- oder Karnevalszeit - das ist Narrenzeit.
 
Eigentlich umfasst die Faschingszeit sechs Tage. Von Donnerstag vor Fastnachtssonntag bis Fastnachtsdienstag toben die Narren.
Im Werdenfels beginnt, nicht wie allgemein üblich am 11.11. um 11 Uhr 11 eines Jahres die närrische Zeit, sondern am ersten Sonntag nach Hl. Dreikönig und dauert bis zum Faschingsdienstag um Mitternacht.
Von Hl. Dreikönig an ist es erlaubt, sich je nach Brauch der einzelnen Orte mit Holzlarven zu zeigen. Dies gilt auch als Zeit für Karnevalssitzungen und Maskenbälle.
Der Straßenkarneval tobt an den Fastnachttagen dort, wo es ihn gibt.
 
Maschkera geht man nur am Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag. Nie würde ein richtiger Maschkera an den "halbheiligen" Tagen Mittwoch, Freitag und Samstag sein Unwesen treiben.
So darf auch bei einer Verkleidung nichts an seine normale Gestalt erinnern.
Der Gang, das Benehmen, die Stimme müssen verändert werden.
Weil jeder seinen Nächsten kennt, waren Weiberlarven seit jeher sehr beliebt. Auch die Hände, die den Beruf verraten könnten, werden unter Handschuhen verborgen.
 
Beim Eintritt in die Wirtsstube wird in einem bestimmten Rhythmus wild gestampft und zwischendurch immer wieder gejuchzt. Am "Stampfen" und "Raunzen" erkennt man einen guten Maschkera. Deshalb ist es für einen Nichthiesigen kaum möglich, bei diesem Treiben mitzumachen.
Ein echter Werdenfelser Maschkera spricht nicht, sondern er "raunzt" eine Mischung aus Kehllauten und eigentümlicher Falsettstimme.
 
Der Maschkera ist berechtigt, über andere Gericht zu halten.
Daher begegnete man früher einem Maschkera immer in respektvoller Weise. Keiner hätte es gewagt, ihm die Larve herunterzureißen und wäre die "Justiz" von ihm auch noch so hart ausgefallen.
 
Der Ursprung dieser närrischen Ausgelassenheit liegt in einem alten heidnischen Brauch. Unsere Urahnen wollten mit Lärm und grotesken Masken den Winter und die bösen Geister aus ihren Orten treiben.
Matthias Henggi, 1790 in Partenkirchen geboren, war einer der ersten bekannten und berühmt gewordenen Larvenschnitzer.
In Mittenwald schnitzten etwa zur gleichen Zeit die dortigen Geigenmacher die typischen Mittenwalder Larven. Diese hatten eine einfache Form und eine sparsame Bemalung, was aber auch einen besonderem Reiz hatte.
Bei der Vielzahl der damals sicherlich vorhandenen Bräuche, haben sich einige bis ins 20. Jahrhundert erhalten.
Die Faschingsfreudigkeit im Werdenfelser Land ist vermutlich auf das jahrhundertelange Treiben der durchziehenden Händler zurückzuführen. Diese kamen von Italien auf den Rottstraßen und zogen weiter in Richtung Norden.
Im größten Teil des Landkreises Garmisch-Partenkirchen findet die traditionelle Fosenacht im Freien statt. Dabei gibt es noch zahlreiche mit einer langen Tradition behafteten Akteure zu bestaunen.
Einige davon, sind z.B. die Schellenrührer, welche im eintönigen Rhythmus durch die Straßen tanzen, oder auch die Muiradl aus Mittenwald, die einen entrindeten Baumstamm mit atemberaubenden Tempo hinter sich herziehen. Ein Bär stellt den Winter dar, und wird an einer Kette angebunden, durch die Straßen gezogen. Die Pfandlzieher ziehen einen Kameraden,welcher in einer Pfanne sitzt. Diese Pfanne soll einen Pflug darstellen, der den gefrorenen Winterboden aufbricht für die neue Saat. Der Jackl, eine kleine Wollpuppe, wird von den Jacklschutzern auf einem Leinentuch durch die Luft geschleudert und nach Sonnenuntergang verbrannt. Die Biggalan-Figuren in weißen Gewändern mit schwarzen Zipfelmützen sind das Gefolge und erschrecken die Kinder.
Zur traditionellen Brauchtums-Fosenacht gehören auch das Untersberger Mandl und das Untersberger Weiberl. Diese Gnome werden dem Gefolge des sagenumwobenen Kaisers Karl vom Untersberg, dem Patron der Haberfeldtreiber, zugeschrieben.
Das gesamte Treiben und Geschehen kann man jedes Jahr in der "Werdenfelser Fosanacht" erleben.
 
Ausgelassenheit und Feiern haben ihren Sinn von der ab Aschermittwoch folgenden Fastenzeit. Die Fastenzeit - eine Zeit des Geistes und der Vorbereitung auf Leiden, Sterben und Auferstehung Christi.
Die Fastnacht vor dem Schwellentag "Aschermittwoch" spielt sprichwörtlich verrückt.
Sie ist spielerisch die Gegenzeit zur Fastenzeit. Es ist eine Zeit der Diesseitsorientierung und des Fleischlichen.
Die närrischen Tage beginnen mit dem gumpaten, unsinnigen oder schmotzigen Donnerstag (Weiberfastnacht). An diesem Tag bestimmen die Frauen das Geschehen.
Über den ruaßigen Freitag (es schmierten sich vor allem die Kinder die Gesichter gegenseitig mit Ruß voll) zum schmalzigen Samstag, zur Herrenfasnacht am Sonntag (Fosnachts-Sonntag) und zum foasten Montag führen diese Faschingstage.
 
Immer ist Fasching bezogen auf die nachfolgenden 40 Tage dauernde Fastenzeit.
Das abrupte Ende der närrischen Zeit birgt immer einen Konflikt, wie sich christlicher Glaube und weltliche Lust miteinander vereinbaren läßt.
Am Fastnachtdienstag um Mitternacht ist alles vorbei. Zu diesem Zeitpunkt müssen alle Holzlarven gefallen sein.
Die Fastenzeit oder die österliche Bußzeit beginnt mit dem Aschermittwoch.
 
Weitere Info:
www.maschkera.de

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