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Weihnachten und seine Bräuche

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Weihnachten

Weihnachten wird auch Christfest oder Heiliger Christ genannt und ist das christliche Fest der Geburt Jesu Christi.
Nach christlichem Glauben ist es die Menschwerdung Gottes.
Der 25.Dezember ist der Haupfesttag. Sein Vorabend ist der Heiligabend, auch Heilige Nacht oder Christnacht genannt.
In Deutschland, Österreich und Teilen der Schweiz kommt der 26.Dezember als zweiter staatlicher Feiertag dazu. Dieser wird auch als Stephans- oder Stefanitag bezeichnet.
 
Woher kommt der Name?
Luther dachte an wiegen und bildete Wygenachten - da wir das kindlein wiegen (Luther Bd. 2, 531 und 37, 48).
Etymologisch wird auch eine Herkunft aus dem Mittelhochdeutschen - ze wihen nahten (in den heiligen Nächten) gesehen, was auf die schon zur germanischen Zeit gefeierten Mittwinternächte (Wintersonnenwende) hinweist.
Theodor Storm bildete dann das Verb weihnachten (Storm ad. 1 S. 187). In seinem Gedicht vom Knecht Ruprecht heißt es in den Anfangs- und Schlusszeilen : "Von drauß vom Walde komm ich her; Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!".
Der Name "Christkind" wurde im Mittelalter ebenfalls von Martin Luther gebildet.
 
Adventszeit
Die Adventzeit beginnt mit dem ersten Sonntag nach dem 26.November. Sie endet immer mit dem 24.Dezember und dauert somit 4 Sonntage.
Erstmals im 5.Jahrhundert wurde im Gebiet um Ravenna (Italien) der Advent ansatzweise gefeiert.
In Rom hielt eine Adventsliturgie erst im 6.Jahrhundert Einzug. Papst Gregor der Große (+604) legte die Adventsliturgie in ihren Grundzügen fest. Er bestimmte erstmals die Zahl der 4 Adventssonntage.
Die 4 Wochen sollen symbolisch auf die 4000 Jahre hinweisen, die die Menschheit nach kirchlicher Rechnung auf die Ankunft des Erlösers warten musste. Lat. adventus: Ankunft; griech. epiphaneia: Zeit der Vorbereitung auf das Fest der Menschwerdung, die sich durch eifrigen Gottesdienstbesuch und Askese (Fasten, gute Werke) auszeichnet.
 
Die Adventszeit ist in der Familie wichtig, denn sie bildet eine gemütliche, anheimelnde Atmosphäre mit der Vorfreude auf das Weihnachtsfest.
Von Kindern werden Wunschzettel geschrieben, Mütter backen die ersten Plätzchen, Weihnachtskarten werden geschrieben, und der Schmuck des Weihnachtsbaums wird einer letzten Prüfung unterzogen.
Der mit vier Kerzen geschmückte Adventskranz soll Symbol für den Kampf des Christen gegen das Dunkle des Lebens sein. Ein mit 4 Kerzen bestückter Kranz hing 1925 zum ersten mal in einer katholischen Kirche in Köln. Seit 1930 gibt es ihn auch in München. Dieser Brauch verbreitete sich bis heute weltweit.
 
Weihnachtsmärkte
In vielen Städten finden in der Adventszeit Weihnachtsmärkte statt. Auf diesen findet ein Verkauf von Lichterschmuck, Christkind-, Nikolaus- bzw. Weihnachtsmann-Figuren, Lebkuchen, Glühwein etc. statt.
Weltbekannt sind der Nürnberger Christkindlesmarkt und der Dresdner Striezelmarkt. Aber auch die Märkte in Oberbayern lohnen einen Besuch.
Diese finden sich z.B. in München, Bad Tölz, im Chiemgau oder in Oberammergau.
Der sehenswerte Partenkirchener Christkindlmarkt am ersten Adventswochenende dauert nur einen Tag.
In Garmisch findet auf dem Richard-Strauss-Platz ab dem 2. Adventswochenende bis Heilig Abend ein besuchenswerter Christlkindlmarkt statt.
In besinnlicher Atmosphäre werden Weihnachtsartikel, Speisen und Glühwein angeboten. Für die adventliche Stimmung sorgen Musik und Gesang der vielen ortsansässigen Künstler.
 
Nikolaus
Nikolaus von Myra wurde zwischen 270 und 286 in Patara geboren. Gestorben ist er am 6.Dezember 326, 345 oder 351.
Er wirkte in der ersten Hälfte des 4.Jahrhunderts als Bischof von Myra in Kleinasien (heute Türkei) und verteilte sein ererbtes Vermögen unter den Armen.
Seit 1555 ist Nikolaus als Gabenbringer der Kinder belegt. Nikolaus beschenkte die Kinder damals mit Nüssen, Kletzenbrot und Dörrobst, aber auch mit Kleidung und anderen nützlichen Dingen des täglichen Lebens.
Ab dem 17.Jahrhundert bekam der Nikolaus einen Begleiter. Knecht Ruprecht oder auch Krampus genannt, beschenkte die Kinder oder tadelte sie auch wegen ihres unchristlichen Tuns.
Im 19.Jahrhundert wurde die Nikolausgestalt immer mehr verweltlicht. Er wurde zunehmend in den Medien zum Weihnachtsmann oder Santa Claus.
 
Weihnachtsbräuche
Weihnachtsbräuche sind feste traditionelle Bestandteile des Weihnachtsfestes. Diese haben sich um das Geschehen und die Geschichte von Weihnachten zu einem festen Bestandteil entwickelt.
Zu den Weihnachtsbräuchen gehört unter anderem der Weihnachtsbaum (Christbaum). Das Grün der immergrünen Tanne symbolisiert das erwachende Leben, die Kerzen die Wiederkehr des Lichtes und die Hoffnung auf die hellere Jahreszeit. Dieser Brauch ist noch keine 400 Jahre alt und somit einer der jüngsten Bräuche. Urkundlich wird die erste Tanne als Symbol für Weihnachten erstmals Anfang des 17.Jahrhunderts in Straßburg erwähnt.
Weitere weihnachtliche Symbole sind auch der Schwibbogen und der Adventsstern.
Aber auch die Weihnachtskrippe ist für viele Menschen ein wichtiger Bestandteil des Weihnachtsfestes. Die erste Weihnachtskrippe stand der Legende nach 1223 in der Kirche des heiligen Franziskus von Assisi. Dessen Feier fand in Greccio in einem wirklichen Stall mit Ochs und Esel und einer strohgefüllten Krippe statt. Es fehlte jedoch die Heilige Familie.
Die große Zeit der Krippen war das Barock. Viele Städte folgten dem Beispiel der Jesuiten, und bald wollte jede Gemeinde seine eigene Krippe haben. Im 18.Jahrhundert wurde in Österreich, Franken und Schwaben das Aufstellen von Krippen verboten. Die Bevölkerung lies es sich aber trotzdem nicht nehmen, und dadurch fanden die Krippen in den Häusern und Bauernstuben einen neuen Platz.
Durch den Christbaum verlor die Krippe aber wieder ihre Mittelpunktsfunktion. Das Krippenschnitzen ist auch im Werdenfelser Land eine gern gesehene Kunstfertigkeit. Einzigartige Exemplare der Werdenfelser Krippenfreunde können im Museum Aschenbrenner in Garmisch-Partenkirchen besichtigt werden.
Weitere Info: www.werdenfelser-krippenfreunde.de
 
Das Weihnachtsfest
Die Weihnachtsfeiertage gelten in den meisten abendländlich (christlich) geprägten Ländern als das wichtigste Fest im Jahr. Zu diesem hat es sich seit dem 18.Jahrhundert entwickelt.
Die Weihnachtsfeiertage sind auch eine Zeit in dem die Familien, die in der heutigen Zeit oft auf der ganzen Welt verstreut sind, wieder einmal zusammenkommen. Dabei fällt dieses Fest gelegentlich auch mit dem Neujahrsfest zusammen, wie das russische Jiolka-Feste.
Die Fröhlichkeit des Weihnachtsfestes lebt fort in den Weihnachtsgeschenken, die es immer gegeben hat als Symbol für die Gabe der Hirten, die herbeieilten, um die Geburt des Herrn zu feiern.
Das Weihnachtsgeschäft ist somit auch die umsatzstärkste Zeit des Einzelhandels. Dafür haben die Säkularisierung und die Kommerzialisierung gesorgt.
Der Begriff Weihnachten wird in letzter Zeit in der Werbesprache oft auch durch den Anglizismus "Xmas" ersetzt.

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