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Kloster Ettal und Schaukäserei

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Kloster Ettal

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Kaiser Ludwig IV. gründete im Jahr 1330 im heutigen Ettal das Benediktinerkloster, ca. 18 Kilometer von Garmisch-Partenkirchen entfernt.
Er befand sich auf seinem Rückweg von Pisa, nachdem der Avignon-Papst Johannes XXII. (1316- 34) seine Krönung zum Kaiser mit fadenscheinigem Vorwand für nichtig erklärte, und den Kaiser als Ketzer verurteilte.
 
Durch den Verkauf kaiserlicher Rechte konnte sich der Kaiser soweit sanieren, um mit seinem Heer über den Brenner zurückzukehren.
Er wollte im Reich und in seinem Herzogtum nach dem Rechten sehen.
Kaiser Ludwig (auch Ludwig der Bayer genannt, 1314 -1347) machte auf seiner Heimreise unter anderem auch Station in Partenkirchen, welches noch nicht zu seinen Erblanden gehörte. Partenkirchen gehörte zur damaligen Zeit zur Grafschaft Werdenfels und seit 1294 dem Bistum Freising.
In nächster Nähe von Oberau gründete der Kaiser dann 1330 persönlich das Benediktinerkloster.
Der Grundstein dafür war ein aus Pisa mitgebrachtes Marienbild.
 
Der wichtigste Grund für die Gründung Ettals dürfte wohl die Erschließung und Sicherung der Handelsstraße Augsburg - Verona gewesen sein.
Außerdem sollte wohl nahe bei München ein Stützpunkt geschaffen werden, von dem aus sich der Weg nach Italien kontrollieren ließ.
 
Mit der Säkularisation schien das klösterliche Leben auch in Ettal endgültig erloschen. Die Grundstücke und das Inventar des Klosters wurden meistbietend versteigert. Die Klostergebäude gingen in Privatbesitz über.
Es gab viele Pläne für die Weiterverwendung des Kloster, aber all diese Pläne wurden nicht ausgeführt. Dafür war die Wiederbegründung des Klosters im Jahre 1900 möglich.
 
Heute gehören 55 Mitglieder zum Konvent. Hauptaufgabe ist die Jugenderziehung im Benediktinergymnasium und Internat Ettal.
Verschiedene Klosterbetriebe, wie Bäckerei, Gärtnerei, Hotel und Ferienwohnungen, Brauerei, Destillerie, Land- und Forstwirtschaft, Buch- und Kunstverlag, sowie eine Schaukäserei dienen heutezutage als Existenzsicherung des Klosters.
Damit zählt das Kloster auch gleichzeitig zu den größten Arbeitgebern der Umgebung.
 
Eine Führung und Besichtigung der Ettaler Basilika, der Destillerie des Klosters und des Brauereimuseums sind außerhalb der Gebets- und Gottesdienstzeiten möglich und unbedingt empfehlenswert.

Schaukäserei

Klement Fend, von 1984 bis 2002 Bürgermeister von Oberammergau, hatte die Idee einer Schaukäserei.
Ein erster Versuch scheiterte, da die Landwirte nicht beteiligt hätten werden können. Durch das Projekt "Umweltgerechte Vorbereitung und Durchführung der Passionsspiele für das Jahr 2000" wurde von den Landwirten die Idee wieder aufgegriffen.
Von der Bundesumweltstiftung, dem Freistaat Bayern, dem Landkreis und den Gemeinden des Ammertals wurde dies finanziell gefördert.
Ziel war die Förderung der Regionalvermarktung im Ammertal und die Konzeption einer Schaukäserei.
Eine große Hilfe kam vom Kloster Ettal. Die Bereitstellung eines geeigneten Grundstückes am östlichen Ende des Klostergartens diente auf der Basis eines Erbbaurechtes als Grundlage für die Entstehung.
 
Die Mitglieder der Genossenschaft aus der Umgebung erfüllen strenge Regeln in Hinsicht auf Bewirtschaftungsintensität, Herkunft aus eigener Nachzucht bzw. durch Zukauf von Tieren aus dem Landkreis, Kennzeichnung, Einsatz von Medikamenten, Fütterung, Hygiene, Qualitätsbestimmung und Kontrollen.
Dies garantiert eine hochwertige, schmackhafte und gesunde Qualität der Produkte.
 
Eine dreißigminütige Führung bietet Informationen rund um den Käse und die Schaukäserei.
Es werden verschiedene Käse aus Eigenproduktion zum Probieren angeboten.
Anschließend genießt man am besten die Kloster-Käsebrotzeit. Dies ist ein Brotzeitteller mit verschiedenen Käsesorten aus der eigenen Produktion und Brot.
Der Kloster-Käsebrotzeitteller eröffnet die ganze Bandbreite der Käsesorten der Schaukäserei.
 
Weitere Info:
www.kloster-ettal.de
www.milch-und-kas.de
 
Tipp:
Vom Schloss Linderhof liegt das barocke Kloster Ettal 12 Kilometer, Oberammergau (Ort der Passionsspiele) 13 Kilometer und der Erlebnispark Steckenberg 25 Kilometer entfernt.
Ein Ausklang der Besichtigungstour ist mit einem erholsamen Aufenthalt am Plansee möglich.

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